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1193 Albert von Bollstädt in Lauingen (Schwaben) geboren
1209-1223 Student in Padua. Eintritt in den Orden der Dominikaner, darauf Übersiedlung nach Bologna und Paris
1228 Als Lesemeister der Predigerbrüder nach Köln am Rhein berufen. Albertus beginnt die Organisation des wissenschaftlichen Lebens in Deutschland
1244 Thomas von Aquino wird der Schüler des Albertus
17.7.1245 Absetzung Kaiser Friedrichs II. durch Papst Innozenz IV
1245-1248 Albertus als Universitätslehrer in Paris
1249 Als Generallesemeister, berühmter Magier, international anerkannter Gelehrter wieder in Köln am Rhein
1252 Albertus vermittelt im Kölner Erzbischofsstreit
1254-1258 Provinzial der Dominikaner für Deutschland. Kampf um Lehrberechtigung und Weiterexistenz des Ordens.
1260-1262 Albertus Bischof von Regensburg
1263 Kreuzzugsprediger mit besonderen Vollmachten für alle deutschsprechenden Länder. In Köln neue Zwistigkeiten zwischen Erzbischof und Bürgerschaft
1264-1265 Albertus in Würzburg
25.4.1268 Albert in Rottweil
1269 Rückkehr nach Köln, Beilegung der dortigen Streitigkeiten
29.9.1273 Wahl Rudolfs von Habsburg zum deutschen König. Nach der Krönung wahrscheinliches Zusammentreffen mit Albertus in Köln
7.3.1274 Tod des Thomas von Aquino
1274 Albertus als Geschäftsführer Rudolfs von Habsburg auf dem Konzil zu Lyon
1277 Nochmalige Reise nach Paris
15.11.1280 Albertus stirbt in Köln am Rhein
Da also, wie uns ganz offen bekannt ist, die in Christus geliebten Brüder des Ordens der Prediger von Rottweil, Konstanzer Diözese, dort begonnen haben, Kirche und Kloster nach den approbierten Gewohnheiten unseres Ordens zu erbauen und zur Vollendung diesesWerkes durch die Beihilfe der Gläubigen unterstützt werden müssen, weil sie selbst der Armut tragen, bitten wir euch alle und ermahnen euch im Herrn und legen euch zum Nachlaß eurer Fehler auf: Ihr sollt von den Gott verliehenen Gütern fromme Almosen und gerne Leistungen der Liebe zu diesem Werke beibringen, damit durch eure Unterstützung der erwähnte Bau vollendet werden kann.
Datum apud Rotwilam anno Domini 1268 in festo s. Marci evangelistae, gegeben in Rottweil im Jahre des Herrn 1268 am Fest des hl. Evangelisten Markus.

Am Fest des Evangelisten Markus stellt er in Rottweil im Jahr 1268 einen Ablaßbrief aus, in dem er den Gläubigen ans Herz legt, den Bau und die Vollendung des Rottweiler Dominikanerklosters nach Kräften zu unterstützen.
Wahrscheinlich hat er während des Aufenthalts in Rottweil den Grundstein des Dominikanerklosters oder aber den eben fertiggestellten Bau des Mönchschors geweiht.

AlbertusPredigerkirche

Albert in der
Predigerkirche
(Sebastiansaltar)

Das Siegel Alberts als Professor zeigt in der Umschrift links seine Zugehörigkeit zum Prediger-Orden (ORD PRED) und rechts seine Herkunft (S. FR ALBTI DEL) d.h. siglum fratris Alberti de Lauingen, Siegel des Bruders Albert aus Lauingen.
Der tubablasende Engel in der Bildmitte ist das Symbol der weithin schallenden Verkündigung der Dominikaner (=Prediger). Das Motiv taucht auf dem Schalldeckel der Kanzel in der (später barockisierten) Rottweiler Predigerkirche wieder auf.

AlbertusSiegel

Albertus Magnus hatte hochbedeutende Schüler wie Thomas von Aquin oder Ulrich von Straßburg, für die er sich auch später - bis an die Grenzen seiner Gesundheit oder auch bis zum Verdacht der Häresie hin - einsetzte.
Seine universale Gelehrsamkeit konnte den damaligen Wissensstand (auch in den Naturwissenschaften) "fächerübergreifend" abdecken, weshalb er auch den Beinamen eines "doctor universalis" trug.
Seine Pädagogik zeigt ausgesprochen moderne Züge, die - wenn man will - schon den großen Pädagogen Pestalozzi vorausahnen lassen. So sagt er einmal in seinem großen Werk "De Caelo et Mundo" (Vom Himmel und der Welt) einmal:

ANIMA HUMANA PER SE DESIDERAT SCIRE.

(Die menschliche Seele sucht von sich aus nach Wissen.)

AlbertusLehrer

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