Sozialpraktikum

Konzeption und Ziele

Am einwöchigen Sozialpraktikum nehmen alle Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 teil. Es soll dazu dienen, allen Teilnehmenden eine Möglichkeit des sozialen Engagements zu bieten.
Zur schulischen Bildung gehört nicht nur der Erwerb von Wissen und Kompetenzen, sondern ebenso die Erziehung „zu sozialer Bewährung“ und „Eigenverantwortung“ sowie die Förderung der Persönlichkeitsentfaltung (Schulgesetz von Baden-Württemberg § 1), die besonders in der Bildung des Gewissens und in der Fähigkeit zur Empathie zum Ausdruck kommt.

Das Sozialpraktikum ist wesentlicher Bestandteil des Sozialcurriculums am AMG. Es ermöglicht unseren Schülerinnen und Schülern intensive Lernerfahrungen, die innerhalb des Unterrichts so nicht möglich wären:

Persönlichkeitsentwicklung

– Andere Lebenswelten kennen lernen
– Verantwortung übernehmen
– Empathie, in andere hineinversetzen
– So­li­da­ri­tät und Inklusion
– Wert­ori­en­tier­tes Han­deln
– Wert­schät­zung von Viel­falt

(Bildungsplan 2016:
Bil­dung für To­le­ranz und Ak­zep­tanz von Viel­falt)

Berufliche Orientierung

– Wo liegen meine Interessen, Kompetenzen und Begabungen?
– Bewerbung, Vorstellung
– Arbeitsalltag außerhalb der Schule
– Vorstufe zu BOGY Klasse 10
– Feedback, Qualipass-Zertifikat

(Bildungsplan 2016:
Leitperspektive Berufliche Orientierung)

Schüler und Senioren im Sozialpraktikum 2026

Struktur und Gestaltung des Praktikums

  • Alle Teilnehmenden verbringen in der Praktikumswoche ca. 35-40 Stunden in einer sozialen Einrichtung ihrer Wahl.
  • Das Praktikum wird jeweils in den Lerngruppen der Fächer evangelische bzw. katholische Religion und Ethik vorbereitet.
  • Die Nachbereitung findet unmittelbar nach dem Praktikum während eines Schulvormittags unter Leitung der Fachschaften Religion und Ethik statt.

Tipps zur Stellensuche, zur mündlichen und schriftlichen Bewerbung, grundsätzliche Informationen über die Bedingungen eines Sozialpraktikums und Verhaltensregeln in den Institutionen, Anleitung zum gezielten Beobachten und Reflektieren des Erlebten wie auch das Thematisieren möglicher Fragen und Bedenken gehören zur Vorbereitung.
Die Auswertung und Präsentation des Erlebten mittels Gesprächen, Plakaten, kleinen Ausstellungen, das Informieren des nächsten Praktikumsjahrgangs zur Nachbereitung.
Die Kontaktaufnahme mit den außerschulischen Partnern und Institutionen sowie die Organisation und die Information aller Beteiligten liegt in der Verantwortung der Schulleitung. Ein Elternabend informiert die Eltern der Klassenstufe 9.
Die Schülerinnen und Schüler bewerben sich selbständig; die Eltern können beim Finden der Praktikumsstellen unterstützen oder diesbezügliche Informationen weitergeben. Die Schulleitung und die Fachschaften Religion und Ethik koordinieren.
Während des Praktikums besuchen die Schulleitung sowie die Mitglieder der Fachschaften Religion und Ethik die Praktikanten nach Möglichkeit vor Ort.
Die jeweilige Praktikumsstelle wird um das Erstellen eines standardisierten Qualipass-Zertifikats für die Schülerinnen und Schüler gebeten. Dieses Zertifikat bescheinigt das soziale Engagement während des Sozialpraktikums und kann z.B. später für Bewerbungen verwendet werden.

Ansprechpartner: StD Holger Schmidt und die Fachschaften Religion und Ethik