Ein neues Gesicht in der Ganztagesbetreuung

Gabriele SiedlerAb Schuljahr 21/ 22 wird Gabriele Siedler die Betreuung am AMG leiten und gestalten. Frau Siedler ist seit 2003 in der städtischen Betreuung tätig und dem AMG bereits durch ihren engagierten Einsatz in der Notbetreuung im Schuljahr 20/21 vertraut. Umso mehr freuen sich beide Seiten, dass Frau Siedler nun ganz ans AMG wechselt und die Betreuung vollständig übernimmt. Frau Siedler wird die Teestube von Montag bis Donnerstag ab 12.00 Uhr leiten, ebenso die Hausaufgabenbetreuung. 
Darüber hinaus hat Frau Siedler die Unterstufenbibliothek übernommen, um auch in den Betreuungszeiten Zugang zu dem umfangreichen Buchangebot der Schule zu gewähren. Lesemittage, Basteln und Kochen, gemeinsame Spaziergänge und Geselligkeit sollen die Zeit in der Ganztagebetreuung bereichern. Frau Siedler wird von Joachim Pilarecyk und Ulrike Dörr unterstützt, die für die schulischen Angebote wie Schüler-helfen Schülern sowie die Förderprogramme zuständig sind. Mit diesem Dreiklang startet das AMG in eine neue Phase der Betreuung und freut sich auf die Zusammenarbeit mit Frau Siedler.

Anmeldeformulare für die Klassen 5-7 können hier heruntergeladen werden.

So geht’s am ersten Schultag los

Informationen zum Schuljahresbeginn 2021/2022

Unterrichtsbeginn für alle Schülerinnen und Schüler (außer KS 1) ist am Montag, 13.9., um 7:50 Uhr.

Die neuen Fünftklässler begrüßen wir zur 1. Stunde im Festsaal, danach begleiten euch eure Klassenlehrer ins Klassenzimmer. Da die Anzahl der Plätze im Festsaal unter Corona-Bedingungen begrenzt ist, können die Eltern in diesem Jahr leider nicht anwesend sein.

Die Schülerinnen und Schüler von Klasse 6 bis 10 und Kursstufe 2 beginnen zur 1. Stunde in folgenden Räumen (vgl. den digitalen Vertretungsplan):

KlasseRaumKlassenlehrer
6a111Dol, Sm
6b112Hu, Mr
7a020Lod, Mu
7b313Sn, Smr
8a214Me, Mez
8b209Eng, Sd
9a304Ehl, Vs
9b305Noa, Ge
10a306Hm, Sf
10b307Sb, Htr
KS 2005 / 006Slot

Die Schülerinnen und Schüler der Kursstufe 1 beginnen erst zur 2. Stunde in Raum 005 / 006.

Der Unterricht endet für alle Schülerinnen und Schüler nach der 5. Stunde (12:05 Uhr).
Der Nachmittagsunterricht entfällt für alle.

Der Schulbäcker Mink in der 1. Großen Pause am üblichen Ort seine Backwaren anbieten.

Die Mensa öffnet erst wieder in der zweiten Schulwoche.

Bitte beachtet die Maskenpflicht und die bekannten Hygieneregeln.

Erst in den Ferien macht Unterricht richtig Spaß

Schüler des Albertus-Magnus-Gymnasiums (AMG) und des Droste-Hülshoff-Gymnasiums (DHG) starten auch in diesem Jahr gemeinsam in die Lernbrücken während der Sommerferien

„Bei diesem Wetter freuen wir uns richtig auf die gemeinsamen Vormittage am AMG“ – so begrüßen Laura, Lilly und Ronja ihre Lehrer am letzten Montag im August. Ja, es sind noch Ferien, aber bereits zum zweiten Mal haben Schüler des AMG und DHG die Möglichkeit, in den Ferien im Rahmen der Lernbrücken freiwillig zu lernen und sich für das neue Schuljahr fit zu machen. Nach den sehr guten Erfahrungen im vergangenen Jahr, haben sich schnell engagierte Lehrer sowie eine Menge an Schülern gefunden, die dieses Angebot auch in diesem Jahr umsetzen möchten. Und bereits nach wenigen Minuten wird deutlich, wie entspannt und individuell das gemeinsame Arbeiten sein kann. In kleinen, nach Jahrgängen differenzierten Gruppen werden die Schüler von ihren Lehrern gezielt gefördert und unterstützt. Die lang vermisste Nähe und Gemeinschaft, die im zurückliegenden Schuljahr durch die Schulschließungen zur Ausnahme wurden, lassen sich in diesen Wochen wieder intensiv erleben und wirken sich wohltuend auf die Lernerfahrungen aus. Gerade die Schüler der Klassen 5 genießen diese Erfahrung ganz besonders. „Ich bin nicht wegen irgendwelcher Lücken hier, sondern weil ich mich so nach dem gemeinsamen Lernen gesehnt habe“ kommentiert Lara ihre Teilnahme. Sophia nickt und bestätigt: „In der letzten Woche war ich um diese Zeit noch im Bademantel – nun machen wir gemeinsam Englisch – das fühlt sich gut an“. Auch die Mädels aus den Klassen 7 und 8 sehen das so – zumal die Atmosphäre in den kleinen Gruppen richtig gut sei und man sich auch gegenseitig unterstützen könne, so Lilly. Auf jeden Fall zeigt sich bereits an den ersten Vormittagen, dass sich das Angebot für alle Beteiligten rentiert. Auf Grund der guten Resultate des letzten Jahres haben sich das AMG und DHG wieder dazu entschlossen, die Lernbrücken in Kooperation und gegenseitiger Absprache anzubieten. In diesem Jahr ist das AMG Gastgeber. Die Kurse werden von Kolleginnen und Kollegen des AMG und DHG geführt. Dank des Engagements dieser Lehrer konnte ein für beide Gymnasien stimmiges Programm auf die Beine gestellt werden. In den beiden letzten Ferienwochen finden vom 30.08. bis 10.9.2021 täglich von 9.30-13.00 Uhr Intensivkurse in Mathematik, Deutsch, Englisch, Latein und Französisch für die Klassen 5-10 statt. Die Schüler arbeiten in Gruppen von jeweils 5-10 Schülern und werden von den Lehrern individuell betreut. Mit dem vom Kultusministerium auch in diesem Jahr initiierten Programm „Lernbrücken“ soll geholfen werden Defizite, die entweder auf Grund der Fernlernphasen entstanden sind oder die bereits vorher vorhanden waren, mit den Schülern anzugehen. Ebenso soll ein Übergang in das neue Schuljahr erleichtert werden. Die Tatsache, dass alle angemeldeten Schüler beim Start präsent waren und sich motiviert auf dieses Programm eingelassen haben, zeigt dass die Lernbrücken durchaus sinnvoll und wichtig sind. Sabine Dolderer, unterrichtende Kollegin im Fach Englisch fasst ihren Eindruck treffend zusammen: „Es sind keine Wunder zu erwarten. Aber darum geht es ja auch gar nicht – vielleicht ist der wichtigste Effekt, dass der Motor bei den Schülern schon mal warmläuft, so dass wir dann mit Schuljahresbeginn richtig durchstarten können“. Die Schüler sehen das auch so und Lara möchte daher auch gar nicht mehr auf solche Chancen verzichten: „Hoffentlich gibt es diese Lernbrücken jedes Jahr! Ich bin auf jeden Fall dabei.“ Unterricht macht also tatsächlich Spaß – erst recht ein freiwilliger Unterricht in den Ferien!

Hier geht’s zum Artikel im Schwabo vom 2.9.2021

Lernbrücken 2021

Die Lernbrücken beginnen am Montag, 30.8.21, um 9.30 Uhr.
Die Lehrerinnen und Lehrer werden ihre Schüler ab 9.20 Uhr am Eingang des AMG abholen, um gemeinsam die jeweiligen Gruppenräume aufzusuchen. Die Lernbrücken starten mit den üblichen Corona-Tests; diese werden jeweils Montag und Donnerstag zu Beginn der Lernbrücken in den einzelnen Gruppen durchgeführt. Alternativ kann ein Testzertifikat eines Testzentrums vorgelegt werden. Bei den Lernbrücken besteht Maskenpflicht. Ebenso ist auf die Einhaltung der geltenden Hygieneregeln zu achten. Diese Maßnahmen dienen weiterhin dem gegenseitigen Schutz, sie sollen die Lernbrücken nicht beeinträchtigen.

Für den Start alles Gute –
im Namen des Lernbrückenteams Ulrike Dörr

Am Ende bleiben Dankbarkeit und Verbundenheit
Hinten von links nach rechts: Linda Ullmann, Peter Auginski, Gerd Lassak-Baumann
Vorne von links nach rechts: Jonas Barth, Lisa Zahn, Maria Kammerer, Hannah Heinzelmann, Katrin Pfeifer

Das Albertus-Magnus-Gymnasium verabschiedet schweren Herzens tragende Persönlichkeiten

„Man sieht nur mit dem Herzen gut“, diese Überzeugung haben alle scheidenden Kollegen des Albertus-Magnus-Gymnasiums gelebt und täglich weitergegeben. Umso einschneidender ist das Ausscheiden von Maria Kammerer, Linda Ullmann, Peter Auginski und Gerd Lassak-Baumann für die Schulgemeinschaft. Denn jeder Name ist Programm und bildet ein ganzes Feld von Aufgaben sowie persönlichem Engagement und spiegelt auch einen erheblichen Teil der Schulgeschichte und -entwicklung wider.
Maria Kammer machte mit ihrer täglich spürbaren Herzlichkeit und Verlässlichkeit das Sekretariat zum Herz der Schule. Sie war nah bei den Schülern, klar in der erzieherischen Aussage und stets fair und korrekt. Eltern konnten sich auf sie verlassen und suchten gern ihren Rat. Ebenso half sie jedem Kollegen und auch der Schulleitung mit ihren vielseitigen Erfahrungen, ihren Kenntnissen und ihrer Offenheit für die Anliegen anderer aus jeder Schwierigkeit. Darüber hinaus beeindruckte sie mit professioneller Kompetenz auf digitaler Ebene, führte die Kassen der Schule und fand sich in jede Neuerung sehr schnell ein. Über Belastung klagte sie nicht, ihre Überstunden wird sie daher nach 18 Jahren AMG zu einem großen Teil mit in den Ruhestand nehmen. Die Schule wird sie sehr vermissen.
Ebenso bedauerlich für die Schulgemeinschaft ist der Wechsel von Linda Ullmann aus privaten Gründen nach Oberndorf. Linda Ullmann prägte 4 Jahre das Schulgeschehen in vielerlei Hinsicht. Produkte ihres Kunstunterrichts schmückten von Beginn an auf erfrischende Weise das Haus. Im Deutschunterricht setzte sie sich intensiv für individuelle Förderung ein. In diesem Sinn übernahm sie auch die Schreibspuren und förderte die Schüler in besonderer Weise. Bei allen Projekten leistete sie überzeugende, kreative Beiträge und hielt die Ereignisse gerne in entsprechenden Dokumentationen fest. Sie verkörperte das AMG in Bild und Text und trug damit erheblich zum Selbstverständnis der Schule bei. Dabei war sie stets offen für Impulse, nahm am Erasmus-Plus-Programm teil und erstellte auch hier für die Schule eine wertvolle Dokumentation ihrer Erfahrungen in Paris. Schulentwicklung war ihr wichtig und interessiert stellte sie sich allen neuen Aspekten des Schullebens. Das Vertrauen von Schülern, Eltern und Kollegen begleitete sie im Schulalltag. Die Interessen des Kollegiums vertrat sie im Örtlichen Personalrat mit viel Empathie, Engagement und Verhandlungsgeschick. Ihr überaus vielseitiges Wirken hinterlässt nachhaltige schöne Erinnerungen.
Auch die Erinnerungen an Peter Auginski werden die Schule weiterhin lebhaft begleiten. Peter Auginski war die Musik am AMG. Bombastische Aufführungen mit Chor und Orchester, weit über Rottweil hinaus prägten seine Tätigkeit. Er verfügte über eine bewundernswerte Begeisterungsfähigkeit seiner Schüler. An seinen Konzerten nahm stets mehr als die Hälfte der Schüler teil, für die die Darbietungen bei den regelmäßigen Weihnachts- und Frühjahreskonzerten unvergessliche Momente sind. Diese Begeisterung führte er auch in den von ihm geschaffenen Chorklassen weiter. Neben der Musik sind die Bücher die große Leidenschaft dieses wahrhaft humanistisch gebildeten Lehrers. Selbst lernte er Latein und Griechisch am AMG, sah nach Rat des damaligen Schulleiters Manfred Waldraff von einem Studium der alten Sprachen ab und widmete sich ganz der Musik. Nach seinem Referendariat wirkte er zunächst in Villingen-Schwennigen, gelangte aber durch die Bemühungen des damaligen Oberbürgermeisters Arnold und als Leiter der Münstersängerknaben 1990 nach Rottweil ans AMG. Doch auch die Leidenschaft für Bücher blieb und so leitete Peter Auginski die gesamte Schulbibliothek und auch die historische Bibliothek der Schule mit viel Engagement und Herzblut. Die historischen Bücher wird er auch im Ruhestand nicht im Stich lassen und weiterhin gewissenhaft führen. Dann könnten aus den 40 Jahren AMG (9 Jahre als Schüler, 31 als Lehrer) gerne 50 werden.
Auf eine vielseitige und intensive Tätigkeit blickt auch Gerd Lassack-Baumann am AMG zurück. Mit den Fächern Geographie, katholische Religion, Psychologie und Sport kam er nach seiner Tätigkeit in Herrenberg 1999 ans AMG nach Rottweil. Aufgrund seiner Affinität zur Meditation und Kontemplation suchte er die Nähe Beurons. Statt des geistigen Zentrums Beuron war es dann das AMG, welches ihm vielfältige Wirkungsmöglichkeiten und eine pädagogische Heimat gab. Schulleben war für ihn immer etwas sehr Persönliches; er scheute sich nie, eigene Überzeugungen zu vertreten und bereicherte dadurch den Schulalltag auch mit ungewöhnlichen Projekten und Angeboten. Die Meditation gehörte ebenso dazu wie die Verbundenheit mit der Natur und der Appell an die gemeinsame Verantwortung für die Schule, das Schulleben und für jeden einzelnen. Dies zeigte sich auch in seinen Tätigkeiten im örtlichen Personalrat sowie als Örtliche Vertrauensperson, dann als stellvertretende Bezirksvertrauensperson. Nach 22 Jahren AMG hinterlässt Gerd Lassak-Baumann viele Strukturen, die durch sein Wirken das Schulleben bereichert haben und gerne von Kollegen weitergeführt werden.

Nur 18 Monate, dafür jedoch um so überzeugender haben die 4 Referendare Jonas Barth, Hannah Heinzelmann, Katrin Pfeifer und Lisa Zahn das Schulleben mitgetragen. Sie kamen zu Beginn der Corona-Pandemie und ließen sich von diesem Virus in keiner Weise in ihrem pädagogischen Elan schrecken. Fernunterricht, Wechselunterricht, digitale Konferenzen, alternative Prüfungsformen und unendlich viele immer neue Verordnungen konnten dem Engagement, der Begeisterung und Einsatzbereitschaft aller 4 nichts anhaben. Und trotz der Virtualisierung der Schule in den vergangenen Monaten waren sie unglaublich präsent. Kontakte und Verbindungen zu Schülern, Eltern und Kollegen gelangen wie selbstverständlich zuweilen auch auf digitaler Ebene. Das AMG lässt sie ungern ziehen. Umso größer ist die Freude, dass alle 4 bereits eine Festanstellung haben und somit auch weiterhin ihre überzeugende Arbeit leisten können. Für das AMG entsteht mit all diesen Abschieden nicht nur eine Lücke, sondern ein Krater. Umso besser, dass für den September neue starke Kräfte erwartet werden. Einige durften die angemeldeten Schüler der Klassen 4 bereits am Begegnungsnachmittag vergangener Woche kennenlernen: „Mit solchen Lehrern kann es nur super werden“ – diese Feststellung der Schüler tröstet ein wenig über die Verluste hinweg.

Lernbrücken 2021

Alle wichtigen Infos zur Organisation der Lernbrücken sind hier nachzulesen:

Ausblick auf das Schuljahr 2021 / 2022 unter Pandemiebedingungen

Kultusministerin Theresa Schopper hat uns über verschiedene Rahmenbedingungen für das kommende Schuljahr informiert.
Eine erste Konsequenz ist zu unserem großen Bedauern die erneute Absage des Schullandheims in Natz für die kommenden Klassen 7 und 8. Über weitere Konsequenzen müssen wir uns beraten.

Die wichtigen Anlagen des Schreibens können hier eingesehen und heruntergeladen werden:

Wir nennen es Persönlichkeit

Das Albertus-Magnus-Gymnasium beglückwünscht seine Abiturienten

Eine vertraute, längst zur Tradition gewordene Verabschiedung wird im Jahr 2021 zu einem ganz besonderen Ereignis. Dies wird bereits bei der Begrüßung der Abiturienten zum Auftakt der Akademischen Feier am 15.7.21 deutlich. „Wir feiern, dass wir uns überhaupt hier zur Feier versammeln dürfen. Hätte uns jemand zu Jahresbeginn verkündet, dass wir am 15.7.21 allen Schülern in der Akademischen Feier ihre auf formal korrekte Art redlich und vollständig erworbenen Abiturzeugnisse überreichen dürfen – wir hätten es kaum glauben können.“ so Schulleiter Jochen Schwarz. Umso feierlicher war die Atmosphäre bei dieser Zeugnisvergabe. Dazu trug insbesondere auch die musikalische Begleitung durch die Abiturientinnen Lea Heizmann, Pauline Kaul, Maximiliane Lorenz und Dorothee Mettmann  bei. Immer wieder kommen die besonderen Umstände dieses Abiturs zum Ausdruck. „Veranstaltungsfasten“ sei die Erfahrung dieses Jahrgangs gewesen, so Jochen Schwarz. Nicht nur im Schulalltag. Auch auf alle Highlights musste pandemiebedingt verzichtet werden: Die gemeinsame Trierfahrt, Studienfahrten, Kursfeste und alles, was den Schulalltag so sehr bereichert und ergänzt. Keine Exkursionen in der Kursstufe, nicht mal Schmotziger, kein Abistreich und auch kein großer Abiball. Stattdessen entstand eine neue Schulkultur: Vor allem die Nutzung digitaler Mittel auf allen Ebenen ermöglichte die kontinuierliche Fortsetzung des Unterrichts während der langen Schulschließungen und weit darüber hinaus. Neue Formen schulischer Kommunikation bestimmten das Miteinander. Hier war vor allem auch Selbstorganisation gefordert. Dennoch oder vielleicht auch gerade durch diese Umstände geht der Abiturjahrgang 2021 als eine sehr starke Truppe ins weitere Leben. Dass trotz aller Widrigkeiten das Wissen und der Erwerb aller wichtigen Kompetenzen nicht zu kurz kamen, zeigen die überragenden Ergebnisse: Alle Schüler wurden zur Prüfung zugelassen. Alle 39 Schüler haben bestanden. Die Durchschnittsnote beträgt 2,0.  4mal wurde die Traumnote 1,0 erreicht. 20 Abiturienten haben besser als 2 abgeschnitten. Dass dies trotz aller widrigen Umstände gelang, liegt an der beeindruckenden Stärke sowie dem Zusammenhalt dieses Jahrgangs. Zugleich aber auch an dem vertrauensvollen Miteinander der Schulgemeinschaft, in der die Unterstützung durch die Lehrkräfte sowie das häusliche Umfeld ihren überzeugenden Beitrag geleistet haben. Auf diese Weise konnte Vertrauen in die Prüfungssituation entstehen sowie Selbstvertrauen und Durchhaltevermögen. Dieses Zusammenspiel wurde daher bei der Abschlussfeier im Festsaal von allen drei Rednern mit großer Dankbarkeit gewürdigt. Der Rede des Schulleiters Jochen Schwarz schloss sich die Abiturienten Eva Gühring und Lukas Röhrig mit Ihrem Dank an, ebenso stellvertretend für die Eltern Alexander Mezger. „Wissen, Kompetenzen, Erfahrung, Erziehung, Entwicklung mache jeden zur Besonderheit, zur eigenen Marke“, so Jochen Schwarz.  Alles zusammen, und alle Umstände, denen die jungen Menschen begegnen, formen. Und dann kommt es drauf an, was sie daraus machen. „Wir nennen es dann nicht Marke, sondern Persönlichkeit.“

Abiturienten am AMG:

Anna Maria Alf, Rottweil Hausen; Charlotte Altmeyer, Rottweil; Jessica Angele,Wellendingen-Wilflingen; Elena Bechtold, Deißlingen; Vanessa Bretthauer, Deißlingen; Laura Burger, Rottweil-Feckenhausen; Simon Firnkes, Rottweil; Saskia Fröscher, Dunningen; Eva Gühring, Dientingen-Gösslingen; Günthner, Noemi, Dunningen; Esma Güven, Rottweil; Maximilian Haeffle, Rottweil-Zepfenhan; Franziska Hansmann, Rottweil; Lea Heizmann, Zimmern o.R.; Nina Hestermann, Rottweil; Joel Hiller, Rottweil; Erik Holtz, Dietingen; Merle Hube, Rottweil; Pauline Kaul, Dietingen; Marie Luise Kelch, Dietingen; Frederik Koblitz, Dunningen; Anna-Loréen Kopf, Zimmern-Stetten; Maximiliane Lorenz, Rottweil; Mátè Makszi, Epfendorf; Laura Mayenberger, Rottweil-Neufra; Dorothee Mettmann, Villingendorf; Moritz Mezger, Rottweil; Luis Nötzold, Dietingen; Lukas Röhrig, Bösingen-Herrenzimmern; Hannes Schüssler, Bösingen; Jana Schwarz, Bösingen-Herrenzimmern; Rebecca Schwarz, Deißlingen-Lauffen; Benedikt Seeber, Rottweil; Sara Simonis, Dotternhausen; Jan Störk, Dietingen; Lilian Vogt, Dunningen; Lea Wöhrle, Rottweil; Sarah Wolfrum, Villingendorf, Anastasija Zec, Rottweil.

Hier geht’s zum Artikel im Schwabo vom 20.7.2021.

Ich weiß, was ich weiß

Schüler der Klassen 10 bestehen im Rahmen des Abiturs vorzeitig die Graecumsprüfung

Sokrates hätte es ganz anders formuliert: ich weiß, dass ich nicht weiß – und so kam es den vier mutigen Kandidaten aus den Klassen 10 am AMG auch immer wieder vor. Dennoch ließen sie sich weder vom Anspruch der Prüfung noch den erschwerten durch die Pandemie verursachten  Bedingungen abschrecken. Sie wollten es einfach wissen: nach drei Jahren Griechischunterricht wollten sie beweisen, dass sie einem Platontext im Original gewachsen sind.  Das geht natürlich nicht ohne Training – und so nahmen sie einen dreimonatigen Intensivkurs mit ihrer Lehrerin Ulrike Dörr neben allen anderen Herausforderungen der Klasse 10 auf sich – teils digital, teils in Präsenz. Täglich wurde ein Textauszug aus der Verteidigungsrede des Philosophen Sokrates übersetzt und interpretiert. Ebenso lernten die Schüler die Dialoge und die sokratische Gesprächsführung kennen. So manche Mittagspause wurde dabei geopfert. Doch neben aller Anstrengung wuchs auch die Motivation und das Interesse. „Ich bin beeindruckt von der Disziplin und dem Durchhaltevermögen der Schüler – selbst am Freitagnachmittag“ – so die unterrichtende Lehrerin Ulrike Dörr. Am 5. Mai war es dann so weit – im Rahmen des schriftlichen Abiturs nahmen die Kandidaten die erste Hürde: Eine Übersetzung eines unbekannten Platontextes – in diesem Fall einem Auszug aus der Apologie des Sokrates. Im Anschluss startete die Vorbereitung für das mündliche Abitur: Eine Übersetzung ohne Lexikon. Dabei zeigte sich schnell: Gerade der Wortschatz, die Vokabeln hatten durch den langen Fernunterricht  mehr als gelitten. Nun war die Identifikation mit Sokrates perfekt – sagte er doch stets: „ich weiß, dass ich nicht weiß“ und lebte auch entsprechend. So wie Sokrates sind auch die vier tapferen Kandidaten nicht mehr zu Ruhe gekommen. Doch Ende gut – alles gut: Am vergangen Montag meisterten sie souverän auch die mündliche Prüfung. Doch jetzt stellt sich heraus: Je mehr ich weiß, desto größer der Hunger nach weiterer Erkenntnis – mit der Prüfung ist Griechisch also noch lange nicht abgeschlossen – wie gut, dass nach der Klasse 10 noch die Kursstufe bleibt, in der Griechisch mit Sicherheit eine gute Option ist – mit oder ohne Graecum. Die Prüfungserfahrung und Intensität der Textarbeit haben die tapferen Kandidaten allerdings ihren Mitschülern voraus: „Das Abi in Griechisch haben wir schon in der Tasche – nun können wir die nächsten beiden Jahre Griechisch richtig genießen! Darin sind sich Miroslav, Anica, Jonas und Adrian ganz sicher.

Miroslav Lazić, Anica Papak, Jonas Leute, Adrian Musa (von links nach rechts)

Hier geht’s zum Artikel im Schwabo vom 17.7.201.

Elternbrief zum Ende des Schuljahres 2020/21

Der Elternbrief von Herrn Schwarz kann hier gelesen oder heruntergeladen werden: